Baustromverteiler

Montage und Vermietung

Ein Baustromverteiler ist eine mobile Schalt- und Anschlußeinrichtung für dieStromversorgung auf Baustellen.

Es ist ein Elektroverteiler mit Steckdosen für Wechselstrom- und Drehstromverbraucher. Er dient dazu, vorübergehend Netzspannung bereitzustellen und ist dazu über ein flexibles Kabel mit dem Hausanschlusskasten eines Gebäudes oder mit einer Verteilerstation verbunden. Oft enthält er auch einen Stromzähler.

Nach VDE-Norm muss der Baustromverteiler über umfassende Schutzmaßnahmen verfügen. Er ist oft zusätzlich zum gelb-grünen Schutzleiter des Kabels lokal geerdet. Zum Personenschutz müssen Fehlerstromschutzschalter(FI-Schutzschalter, RCD) eingebaut sein.

Die Baustromversorgung für größere Verbraucher über weite Entfernungen erfolgt oft mit höheren Spannungen als 400 V, in der Regel liegt jedoch 400 V Drehstrom an, der auf mehrere Drehstrom-Steckdosen und Wechselstrom-Steckdosen führt, wobei an den Drehstrom-Steckdosen (z. B.CEE- Drehstromsteckerverbinder) 400 V zwischen den Außenleitern anliegen und 230 V zwischen jedem Außenleiter und dem Neutralleiter, bei Wechselstrom-Steckdosen (z. B. Schutzkontakt) 230 V zwischen Außenleiter und Neutralleiter.

Die Zuleitungskabel (in der Regel 5-adriges flexibles Gummikabel) liegen auf der Erde, auf Stützen oder sie werden über provisorische Kabel-Brücken geführt (z. B. über Zufahrtswege hinweg).

Quelle: Günter Springer: Fachkunde Elektrotechnik. 18. Auflage, Verlag - Europa - Lehrmittel, Wuppertal, 1989, ISBN 3-8085-3018-9


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